Das war 2016

2016 habe ich die Neutscher Höhe für mich entdeckt und mein geographisches Wissen bezüglich Odenwald erheblich erweitert. Ich war viel zu Fuß unterwegs. Das habe ich schon allein dadurch gemerkt, dass ich zwei paar Wanderschuhe durchgelaufen habe. Ich habe die Gartenhütte gestrichen und zum ersten Mal im Garten mit Gaskocher gekocht. Ich habe Salat gepflanzt. Und zwar richtig! Nach einigen Wochen konnte ich dann leider keinen Salat mehr sehen. Nächstes Jahr mache ich “in Tomaten”.

Ich habe mich dieses Jahr sehr viel mit dem Thema “Demenz” beschäftigt und beschäftigen müssen. Und das ist erst der Anfang. Meine Mama verliert mehr und mehr ihre Erinnerung, ihre Struktur, ihre Persönlichkeit. Und für uns beginnt ein Loslassen, ein Abschied auf Raten. Ich weiß nicht nicht, wohin und wie lange dieser Weg gegangen werden muss. Ich weiß nur – und das habe ich tatsächlich von meinem Hund UND von der Demenz gelernt: Es lohnt sich jeden Tag zu geniessen und jeden Tag im Hier und Jetzt zu leben, die guten Dinge zu beleuchten und die schlechten Dinge weiterziehen zu lassen. Und trotz aller Traurigkeit, die diese Entwicklung mit sich bringt: Frank hat geheiratet – wenigstens einer von uns ist nun unter der Haube!

Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen! Jacke passt wieder. Und das ist erst der Anfang!

Haare länger oder kürzer? So mittel. Ich glaube, ich werde sie wieder wachsen lassen.

Der verwegenste Plan? Liegt erst seit diesem Herbst auf dem Tisch. Lasst Euch überraschen!

Die gefährlichste Unternehmung? Den kompletten Handkasseninhalt der Praxis (seeehr viel Bares!) offen auf dem Beifahrersitz liegen lassen und im Parkhaus das Auto abgestellt. Es ist zum Glück gutgegangen!

Der hirnrissigste Plan? Die Handkasse offen im Auto … ach, siehe oben.

Gute Gespräche mit? Meinem Vater und meiner Tante. Wer hätte das mal gedacht…. Aber sie scheinen vernünftig zu werden. ;-) und mit Freunden.

Das leckerste Essen? Salat im Garten – am Anfang, als ich ihn noch sehen konnte…. Kaffee und Kuchen im Garten, Weihnachtsessen mit meiner Kollegin in Zwingenberg, Weihnachtsessen bei C. in Wiesbaden.

Das beeindruckenste Ereignis? Die Hochzeit von Frank und Sabine. Ich war zu Tränen gerührt. Und vorher habe ich immer über die, die bei solchen Anlässen zu Tränen gerührt sind, blöde Witze gemacht. Kann man mal sehen!

Die beste Serie? Eindeutig “Downton Abbey”! Ich überlege, ob ich sie nun ein zweites Mal in der Originalsprache ansehe.

Die meiste gedankliche Beschäftigung mit? Dem Thema “Demenz” und dem Thema “Loslassen”.

Die schönste Party? Ach, ich würde gerne mal wieder auf eine richtige Party gehen. Wo dann um 3h die Polizei kommt, weil es so laut ist. Aber leider werde ich um 22:30 Uhr immer so derart müde, dass ich dieses Ereignis nie niemals miterleben würde…

Die meiste Zeit verbracht mit…? Hund, Praxis, Garten.

Die schönste Zeit verbracht mit…? Hund, Praxis, Garten, Freunde, frischer Luft.

Das Beste, was 2016 passiert ist? Die Hochzeit von Frank und Sabine? Die vielen guten Gespräche, die ich führen durfte? Die Vergrößerung des Praxisteams? Ich weiß es noch nicht. So etwas weiß man immer erst lange hinterher, oder?

Vorherrschendes Gefühl 2016? Aufs Loslassen konzentrieren und achtsam sein mit sich selbst.

2016 zum ersten Mal gemacht? Eine Gartenhütte gestrichen, Rudelsingen, Exit-Game, eine Hunde-Krimi-Schnitzeljagd organisiert. Hat alles sehr viel Spaß gemacht!

2016 nach langer Zeit wieder getan? Einen Baum gepflanzt. Einen Ginkgo.

2016 gelernt? Ein Leben mit der Gleitsichtbrille. Mantrailing. Mit einer motorbetriebenen Heckenschere umzugehen (ich kann jetzt aus Buchsbäumen Schwäne schneiden, … glaub ich).

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Auf die Diagnose “Leukämie” beim Sohn einer Freundin.

Das schönste Geschenk, das ich jemanden gemacht habe? Ich glaube es war eine Pizza. Und dabei ein gutes Gespräch.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? “Das klappt!”

Der schönste Satz, den ich zu jemanden gesagt habe? Das weiß ich nicht mehr. Ich hoffe aber, es waren viele Sätze.

2016 war in einem Wort? Ganz gut, aber auch verdammt anstrengend, nervig und ernst. Und jetzt: 2016 verschwinde endlich.

Das bringt 2017? Mehr Spaß! Und: Ende Februar ein neues Familienmitglied. Mehr Zeit für Freunde, fürs Kochen, fürs schöne Wetter.

Ich freue mich auf das neue Jahr. Jetzt ist es noch ganz frisch. Die Verpackung knistert, es hat noch keine Kratzer. Man kann es zwar nicht mehr umtauschen, doch man hat das Gefühl, alle Chancen in der Hand zu haben. Obwohl man das übrigens jeden Tag haben kann. Denn ein neues Jahr hat man jeden neuen Tag! Jegliche Möglichkeiten zum Neubeginn oder zur Veränderung stehen jeden neuen Tag offen. Das vergisst man manchmal. Und das sollte man nicht vergessen!

Ich wünsche Euch allen den Mut zum Loslassen und den Mut zum Festhalten. Und die Gelassenheit damit umzugehen, dass man das Eine nicht immer vom Anderen trennen und unterscheiden kann.

Euch allen: Ein frohes, gesundes und glückliches 2017!

Motto für 2017:  “Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag…”

 

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