Das war 2014

Dieses Jahr war ein Hochgeschwindigkeitsjahr. Die Zeit raste, immer gab es irgendetwas zu tun, was möglichst noch gestern fertig sein sollte. Es war das Jahr der Anfänge, der Wiederanfänge, der Abschiede, der Neuanfänge, der Gründung, der Veränderung – privat wie beruflich. Auf einige Ereignisse hätte ich verzichten können aber auf andere Ereignisse würde ich im Nachhinein nicht verzichten wollen, auch auf die Fehler nicht, die ich gemacht habe. Ich habe in diesem Jahr sehr viel Neues gelernt, habe neue Menschen kennengelernt, die ich inzwischen nicht mehr missen möchte, habe mich von alten Dingen und von viel Ballast getrennt. Habe Angst gehabt, musste mutig sein, bin über Schatten gesprungen, war traurig und wurde wieder froh. Nie zuvor habe ich so derart viele Versicherungsverträge unterschrieben, Notartermine wahrgenommen, mir Gedanken über Zahlen machen müssen. Und immer war und ist dazwischen auch Platz und Zeit für die kleinen Dinge, die leisen Dinge, für die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben.

Ich bin froh darüber, gesund zu sein und den Großteil meiner Zeit mit den Menschen (und dem – DIESEN EINEN – Hund) verbringen zu können, die mir wichtig sind und für die ich wichtig bin. Ich wünsche Euch allen ein gutes und zufriedenes 2015 mit mehr Geduld, Wertschätzung und Achtsamkeit.

Als Motto für 2015 könnte das Folgende gut passen:

„Komme, was da wolle/trink ein bisschen, tanz ein bisschen/und was morgen wird – wir werden sehn!“ (Absinto Orkestra)

Und sonst so?

Zugenommen oder abgenommen? Abgenommen! Weiterhin – einfach so!

Haare länger oder kürzer? So mittel.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger? Ich habe sie nun: Die Lesebrille. Auch wenn ich sie so gut wie nie trage und noch immer verzweifelt über den Brillenrand gucken muss.

Der verwegenste Plan? Selbständig werden – in jeder Hinsicht – vor allem beruflich!

Die gefährlichste Unternehmung? Einstieg in die Selbständigkeit!

Der hirnrissigste Plan? War der meiner Kollegin, mir die Büromaterialbestellung zu überlassen. Bis wir dann eines Tages die Lieferung mit über 10.000 Briefumschlägen in der Praxis hatten…..

Gute Gespräche mit? Sehr sehr vielen lieben Menschen, vor allem mit Menschen, die ich erst in diesem Jahr kennengelernt habe.

Die teuerste Anschaffung? Ein Auto und der Einstieg in die Selbständigkeit und die daraus resultierenden tausendundeine Versicherungen, die ich abschließen musste.

Das leckerste Essen? Ach, so viele schöne selbstgekochte Gerichte, Einladungen. Und immer in guter Gesellschaft.

Das beeindruckenste Ereignis? Da gab es so viele dieses Jahr. Sehr viele „kleine“ beeindruckende Ereignisse. Schöne Naturerlebnisse mit Licht, Nebel, Wald, Hund. Es ist die Frage, was man fokussiert. Ich habe begonnen, das Sehen zu üben.

Die beste Serie? The Taste!

Die meiste gedankliche Beschäftigung mit? Dem Einstieg in die Selbständigkeit, Praxiseröffnung und alles, was dazugehört, mit Mut, mit Gelassenheit, mit Freundlichkeit.

Die schönste Party? Das Fest im Sommer in meinem Garten mit Feuerchen, Gitarre, Hunden, Freunden und Familie.

Die meiste Zeit verbracht mit…? Aktiv und positiv mit mir und mit Emil. Und das tut gut!

Die schönste Zeit verbracht mit…? Emil, mir und der Natur.

Das Beste, was 2014 passiert ist: Es gab einige Highlights, von denen ich anfangs nie gedacht hätte, dass sie sein müssen, damit sich alles zum Guten wenden kann. Eines davon war meine Kündigung im Sommer.

Vorherrschendes Gefühl 2014: Mut!

2014 zum ersten Mal gemacht? Einen Businessplan erstellt.

2014 nach langer Zeit wieder getan? Im Garten gefeiert bis in den frühen Morgen.

2014 gelernt? Sehr sehr viel! Z.B. meinem Hund zu vertrauen, auf meine Intuition zu hören, auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen – mit Hund – aber auch sehr viel betriebswirtschaftliches, steuerrechtliches, unternehmerisches. Und dass es sich immer lohnt und guttut, authentisch zu sein. Immer!

Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? Unnötige Sorgen, zuviel Planerei und viel zuviel Kopfkino!

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? Die Bank von unserem Konzept, meinen Hund vom Rückruf, und andere von mir.

Das schönste Geschenk, das ich jemanden gemacht habe? Zeit und starke Nerven.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? Da gab es viele. Und einige davon habe ich sicherlich nicht gehört, was mir leid tut. Einer der schönen Sätze war das grüne Licht von der Bank und vom Vermieter. Aber es waren auch die wenigen Worte meiner Patienten.

Der schönste Satz, den ich zu jemanden gesagt habe? “Ich habe gekündigt.” – Nein, es war hoffentlich ein anderer Satz. Ich weiß ihn nicht mehr, ich rede immer so viel.

2014 war in einem Wort: wieder eine glückliche und gelungene Herausforderung!

Das bringt 2015?
Gelassenheit, Zuversicht, Glück, Freude, Freundlichkeit, Gesundheit, den Blick für die kleinen Dinge auszudehnen lernen. Und wer weiß, ….

Das war übrigens: 2013, 2012, 2011, 2010, 2009


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3 Antworten auf Das war 2014

  1. Hildegard Stenzel sagt:

    Hallo Anette, deine Gedanken zu 2014 haben mir gefallen. Besonders die Herausforderung Hund kann ich gut teilen. Ich wünsche dir für 2015 weiterhin viel Mut für deine Vorhaben und deine Selbständigkeit viel Erfolg. Ein schönes Jahr mit Emil und viele nette Gespräche. Vielleicht kann ich ja manches auf dem Hundeplatz mit dir teilen.
    Einen guten Start
    Hildegard und von Ronja für Emil

    • Logonette sagt:

      Liebe Hildegard, vielen Dank für Deine netten Worte! Auf das Teilen am Hundeplatz freue ich mich. Kommt gut ins neue Jahr! annette und Emil

  2. Anaid Jansen sagt:

    Liebe Anette,
    Es macht viel Spaß Deine Jahresrückblicke zu lesen.
    Und dieses Jahr hat so einiges von Dir gefordert, vor allem viel Mut.
    Ich kann Dir dazu nur gratulieren und ein wenig Neid schwingt ebenso mit.
    In diesem Jahr nehme ich mir auch Veränderung vor. Vielleicht Hund, vielleicht Job.
    Noch weiß ich es nicht, weiß nur, dass sich was ändern muss.

    Ich drücke Dir für das kommende Jahr beide Daumen.

    Deine Anaid

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