Camino

Morgen vor einem Jahr bin ich mit dem Zug über Paris nach St. Jean Pied de Port gefahren um meine noch fehlende Etappe des Camino Frances zu laufen.

Wenn ich heute sehr früh morgens über Feldwege durch blühende Weizenfelder laufe, dann fehlt er mir sehr, der Camino.

Drei Jahre in Folge immer gewandert, in Demut in Pilgerherbergen übernachtet, die Schönheit der Natur, die Freundlichkeit der Gastgeber, die immerwährende gleiche Struktur: Aufstehen, Wandern, Ankommen, Schlafen genossen.

Es ist nicht so, dass ich den Camino wirklich vermisse. Schließlich ist es nicht so schön, immer ein bisschen sehr underdressed, schlammverkrustet mit schmerzenden Beinen, Blasen an den Füßen, lahmen Schultern mit sehr wenig Privatsphäre in einem Raum mit mindestens 20 anderen Menschen zu übernachten. Dennoch… mir fehlt das Camino-Gefühl. Nach dem ersten Jahr und den ersten 300km habe ich mich immer über die Leute gewundert, die erzählt haben, sie seien den Camino schon mehrfach gelaufen und machen das etappenweise alljährlich wieder. Heute kann ich das gut verstehen.

Dennoch: Mit Hund ist der Camino Frances undenkbar. Ich möchte Emil eine Flugreise ersparen und Spanien ist nun nicht gerade das hundefreundlichste Land.

Aber nächstes Jahr: Wandern mit Hund im Elsaß. Nur ich und Emil und keine überfüllte Herberge, sondern jeweils eine schöne Pension.

 

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